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Thema'Kavitation sehen'9 Beträge
RubrikSonstiges
 
AutorMath8ias8 Z.8, Offenbach a.M. / Hessen360640
Datum13.09.2006 02:244852 x gelesen
Hallo,

neulich habe ich gehört, dass bei einem Maschinisten-Lehrgang ein Plexiglasrohr vor der Pumpe in die Saugleitung eingekuppelt wurde, um die bei der Kavitation entstehenden Wasserdampfblasen zeigen zu können. Kurz darauf hat das auch hier im Forum jemand geschrieben.

Ich bin bein Crack in Sachen Physik oder gar Hydrodynamik, dachte bisher aber immer, dass die Kavitation sich an den Schaufelrädern im Pumpengehäuse selbst abspielt - vorzugsweise, wenn ein gewisser Ausgangsdruck nicht eingehalten wird.

Reichen die Druckverhältnmisse im Saugschlauch für Kavitation denn aus und sind die Blasen in der Saugleitung also tatsächlich Dampfblasen oder doch vielleicht einfach nur Luft, die irgendwo eingedrungen ist?


mfG

Mathias Zimmer


#Wie üblich meine persönliche Meinung.#

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AutorBern8d J8., Linkenheim-Hochstetten / Baden-Württemberg360642
Datum13.09.2006 07:084257 x gelesen
Hallo Mathias,

schau Dir mal die Seite an. Der Versuchsaufbau ist dort in einem kurzen Videostream zu sehen.

http://www.fh-meschede.de/public/stracke/projekte/kavitation/kavitation.htm

Gruß
BJ


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AutorUwe 8S., Klein-Gerau / 360647
Datum13.09.2006 08:334294 x gelesen
Hallo,

hatten am Wochenende MA Lehrgang im Kreis Groß-Gerau abgehalten. Praktisches Thema: Wasserentnahme "Offenes Gewässer". Hier wurde das bereits in einem früheren Forumbeitrag beschriebene "Kavitatonsanzeigegerät (KAG)" eingesetzt.

Ein Einfluß durch eindringende Luft kann ausgeschlossen werden, da sich nach Beendigung der Wasserförderung, abgeschalteter Pumpe und gezogener Ventilleine der angezeigte (negative) Druck z.Bsp. -0,3 bar nicht verändert hat.

Während des Betriebes ohne KAG betrug die Anzeige ca.-0,5 bar. Mit KAG und natürlich gleicher Abgabemenge stellte sich ein Wert von ca.-0,8 bar ein. Dabei sah man deutlich die Dampfblasen im Bereich des KAG und die Teilnehmer konnten die "Prasselgeräusche" im Pumpengehäuse und Schauglasbereich hören.

Mit der Reduzierung der Fördermenge hörte dieser Effekt auf.


Mit freundlichen Grüssen aus Klein-Gerau im Rhein-Main-Gebiet

Uwe Scheld

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AutorThor8ben8 G.8, Leese bzw. Osnabrück / Niedersachsen360692
Datum13.09.2006 13:224262 x gelesen
Moin,
Geschrieben von Mathias ZimmerReichen die Druckverhältnmisse im Saugschlauch für Kavitation denn aus und sind die Blasen in der Saugleitung also tatsächlich Dampfblasen oder doch vielleicht einfach nur Luft, die irgendwo eingedrungen ist?

Das frage ich mich auch. So extreme Strömungsgeschwindigkeiten wie an den Pumpenrädern treten im Schlauch ja nicht auf. Allerdings könnten durch die Kanten an Kupplungen vielleicht Turbulenzen entstehen, die dann lokal doch zu ausreichendem Druckabfall führen. Oder es handelt sich bei den Blasen nicht um kavitationsbedingtem Wasserdampf (die fallen ja ohnehin gleich wieder zusammen, wodurch der eigentliche Schaden entsteht), sondern im Wasser gelöste Gase, welche durch den Unterdruck im Schlauch ausgasen. Mal'n längeres Rohr verwenden, echte K.-Blasen sollten dann ja nach dem Entstehen an irgendwelchen Querschnittsveränderungen bald wieder zusammenfallen.

schöne Grüße,
Thorben


...und mal etwas Werbung für www.ABC-Zug.com

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AutorHans8wer8ner8 K.8, Kirnitzschtal / Sachsen360725
Datum13.09.2006 17:324248 x gelesen
Hallo,
Geschrieben von Mathias Zimmer
Reichen die Druckverhältnmisse im Saugschlauch für Kavitation denn aus und sind die Blasen in der Saugleitung also tatsächlich Dampfblasen oder doch vielleicht einfach nur Luft, die irgendwo eingedrungen ist?
Ja! Es geht nicht nur um (Unter-)Druck sondern um Strömungsgeschwindigkeit.
Das Bernoullische Gesetz sagt, das die Summe von statischen + dynamischen Druck immer konst. ist. Also wenn ich den dyn. P immer mehr erhöhe (Strömungsgeschwindigkeit), muß irgendwann der stat. Druck unter den Umgebungsdruck fallen und es kommt zur Strömungsablösung. K. heißt ja nichts wie "Hohlraum", also auch "Hohlsog", "Hohlraumbildung" genannt. Beim Wasser (und and. Flüssigkeiten) ist es allerdings so, das ja auf Grund des Dampfdruckes auch bei niedrigen Temp. die Hohlräume nicht Vakuum sondern W.-Dampf werden lassen (natürlich mit sehr niedrigen Druck des Dampfes).
Das Implodieren der Hohlräume mit hoher Geschwindigkeit und Frequenz der Moleküle macht dann die die bekannten Schäden.

(K. gibt es aber auch in Gasen z.B. Luft)

Somit muß das auch ohne Saugen Sichtbar zu machen sein.
Wer eine Glasröhre mit Verengung herstellen kann (Glasbläser vor) und diese an die Wasserleitung anschließt, wird den Effekt auch beim Steigern des Durchflusses erleben können.;-)

(Hier sind ja schon gute Beschreibungen (Wiki, wie Clip TU DD usw.) gemacht worden, das ich glaube, es wurde schon gut verstanden)


mkg hwk

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AutorMath8ias8 Z.8, Offenbach a.M. / Hessen360776
Datum14.09.2006 01:464258 x gelesen
Hallo,

danke für die Antworten. Auf der Suche bei weiteren Quellen habe ich gelesen, dass Kavitation sogar bei Wehren (Wasserbauwerke, nicht Feuer- ;o) ) auftritt. Erstaunlich, dass das offenbar so oft und "leicht" der Fall ist - ich dachte bisher, dass das eher extremen Drucksituationen vorbehalten sei.

Trotzdem würde mich dieses Plexiglasrohr interessieren - ist das einfach nur ein Rohr oder sind da noch irgendwelche Störkörper o.ä. eingebaut?


mfG

Mathias Zimmer


#Wie üblich meine persönliche Meinung.#

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AutorDani8el 8B., Nauheim / Hessen360813
Datum14.09.2006 11:414305 x gelesen
Hi Mathias,

Geschrieben von Mathias ZimmerTrotzdem würde mich dieses Plexiglasrohr interessieren - ist das einfach nur ein Rohr oder sind da noch irgendwelche Störkörper o.ä. eingebaut?
Ich habe ein Bild von dem von Uwe angesprochenen Kavitatonsanzeigegerät bei meinem Maschinistenlehrgang gemacht. -> KAG <-
Ist leider nicht allzu viel zu erkennen, aber vieleicht um einen Eindruck zu gewinnen.

Gruß Daniel


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AutorDani8el 8B., Nauheim / Hessen360814
Datum14.09.2006 11:434232 x gelesen
Geschrieben von Daniel BeckerIch habe ein Bild von dem von Uwe angesprochenen Kavitatonsanzeigegerät bei meinem Maschinistenlehrgang gemacht.
Hehe ich muss mich korriegieren. Da ich selbst auf dem Bild zu sehen bin, habe nicht ich das Bild gemacht. Aber es wurde mit meiner Kamera aufgenommen ;)


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AutorMath8ias8 Z.8, Offenbach a.M. / Hessen362596
Datum26.09.2006 01:544260 x gelesen
Geschrieben von Daniel BeckerIch habe ein Bild von dem von Uwe angesprochenen Kavitatonsanzeigegerät bei meinem Maschinistenlehrgang gemacht. -> KAG <-
Ist leider nicht allzu viel zu erkennen, aber vieleicht um einen Eindruck zu gewinnen.


Ah jetzt ja, immerhin mal ein grober Eindruck - danke. Ich hatte mir es größer vorgestellt.


mfG

Mathias Zimmer


#Wie üblich meine persönliche Meinung.#

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