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ThemaDFV: Freiwillige Feuerwehr soll Weltkulturerbe werden19 Beträge
RubrikFreiw. Feuerwehr
Infos:
  • DFV: Freiwillige Feuerwehr soll Weltkulturerbe werden
  •  
    AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg842086
    Datum14.08.2018 08:043194 x gelesen
    Guten Morgen


    -> DFV " Freiwillige Feuerwehr soll Weltkulturerbe werden "

    Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) begrüßt die aktuell geäußerten Anregungen, das System der Freiwilligen Feuerwehren zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe erklären zu lassen: Diese Idee gibt es bereits seit einiger Zeit. Wir prüfen zurzeit, ob das Feuerwehrwesen und seine Geschichte die Bedingungen für eine Kandidatur bei der UNESCO erfüllen, berichtet DFV-Präsident Hartmut Ziebs. Ein entsprechender Antrag könne wenn er die nötige Unterstützung durch die Mitgliedsverbände in den Bundesländern finden sollte sofort vorgelegt werden.


    -> FW-Magazin: " System Freiwillige Feuerwehr als Weltkulturerbe? "

    Das deutsche System Freiwillige Feuerwehr soll als UNESCO Kulturerbe aufgenommen werden. Dies forderte Dr. Angela Lißner, Leiterin des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz bei der Polizeidirektion Osnabrück, unlängst während der Eröffnung der 9. Norddeicher Feuerwehrtage. Nun greift der Deutsche Feuerwehrverband dieses Thema auf. Diese Idee gibt es bereits seit einiger Zeit. Wir prüfen zurzeit, ob das Feuerwehrwesen und seine Geschichte die Bedingungen für eine Kandidatur bei der UNESCO erfüllen, berichtet DFV-Präsident Hartmut Ziebs.


    Gruß aus der Kurpfalz

    Bernhard
    " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

    (Heinrich Heine)


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    AutorHenn8ing8 K.8, Dortmund / NRW842087
    Datum14.08.2018 08:09   1894 x gelesen
    na dann kann die UNESO uns ja direkt auf die rote Liste aufnehmen...

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    AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg842088
    Datum14.08.2018 08:181795 x gelesen
    Guten Morgen


    Geschrieben vom DFV:

    " Freiwillige Feuerwehr soll Weltkulturerbe werden "

    Mit wem wir dann da alles in der Liste ständen:

    -> " Bundesweites Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes "

    [...]Das Verzeichnis ist keine Erfassung des "deutschen Erbes". Es zeigt vielmehr lebendige kulturelle Traditionen und Ausdrucksformen, die in Deutschland praktiziert werden. Die in das Verzeichnis aufgenommenen Kulturformen sowie ihre Träger stehen exemplarisch für die Kreativität, den Innovationsgeist und das Wissen unserer Gesellschaft.[...]


    Gruß aus der Kurpfalz

    Bernhard

    " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

    (Heinrich Heine)


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    AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg842089
    Datum14.08.2018 08:251832 x gelesen
    Guten Tag

    Geschrieben von Henning K.

    na dann kann die UNESO uns ja direkt auf die rote Liste aufnehmen...


    Als bedrohte Art der Gattung " Homo sapiens sapiens siphonarius voluntarius " ?


    Gruß aus der Kurpfalz

    Bernhard

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    (Heinrich Heine)


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    AutorSeba8sti8an 8K., Grafschaft / RLP842093
    Datum14.08.2018 09:02   1890 x gelesen
    In anderen Diskussionen rund um den Weltkulturerbestatus steht oftmals im Mittelpunkt, dass dieser u.U. einen Prestigegewinn bedeutet, dabei aber nicht zwingend den Zugang zu neuen Fördertöpfen bringt, und gleichzeitig mit hohen (auch laufenden) Kosten verbunden ist.
    Daher ist mein erster Eindruck: das wäre ein unnützes Zeichensetzen, das zu keinem der aktuellen Probleme des Systems auch nur ansatzweise einen Lösungsschritt bilden kann. Es kommen keine zusätzlichen Nachwuchskräfte, weil es geil wäre in einem Weltkulturerbe mitzuwirken. Und wer auf der BAB Einsatzkräfte als unfähige Idioten bezeichnet, wird vom Weltkulturerbestatus wohl auch nicht sonderlich beeindruckt sein.
    Letztlich wirkt der Status daher m.M.n. wie ein Ordenselbstumhängen in sehr großem Stil, und wenn das zusätzlich noch mit größeren Kosten verbunden sein sollte, braucht das kein Mensch.

    "In der Regel machen es die reinen Experten nicht gut. Das ist wie vor Gericht. Der Zeuge weiß, wie es war, versteht aber nichts. Der Gutachter versteht alles, weiß aber nicht, wie es war. Der Richter versteht nichts und weiß nichts, aber er entscheidet - nachdem er alle angehört hat." (Wolfgang Schäuble, Stern-Interview vom 20.06.2013)

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    AutorThom8as 8M., Menden/ Sauerland / NRW842096
    Datum14.08.2018 09:381786 x gelesen
    Geschrieben von MZ Bei den Rettungsarbeiten seien die Beamten zum Teil gestört und beleidigt worden () Die Polizei habe Platzverweise erteilt.
    Na dann ist ja wieder mal alles gut




    Zurück zum Thema
    Geschrieben von Sebastian K.ein Ordenselbstumhängen in sehr großem Stil
    Will man dadurch tatsächlich nur mal auf die große Bühne oder gibt es einen tatsächlich Nutzwert für die FFW?
    zB die durch die dann mögliche Einflussnahme vom Bund, hier würde ich mir so Kleinkram erhoffen wie ein Bundes-BHKG ;)

    "Ich leiste mir den Luxus einer eigenen Meinung"
    frei n.Bmark

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    AutorHans8-Jo8ach8im 8Z., Berlin / Berlin842103
    Datum14.08.2018 19:291262 x gelesen
    Geschrieben von Bernhard D.Das deutsche System Freiwillige Feuerwehr soll als UNESCO Kulturerbe aufgenommen werden. Dies forderte Dr. Angela Lißner, Leiterin des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz bei der Polizeidirektion Osnabrück, unlängst während der Eröffnung der 9. Norddeicher Feuerwehrtage.


    Und wie kommt die gute Frau auf das schmale Brett, daß es sich um ein deutsches System handele?


    Hans-Joachim

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    AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg842104
    Datum14.08.2018 19:481127 x gelesen
    Guten Tag

    Geschrieben von Hans-Joachim Z.

    daß es sich um ein deutsches System handele?

    Ob es sich um ein rein deutsches System handelt ? Das System " Freiwillige Feuerwehr " wurde zumindest so um/ab 1840 im deutschsprachigen Raum mehr oder weniger erfunden. Der Fairness halber müßte man auch noch Österreich und Südtirol, aber auch das Elsass und Lothringen mit in das Weltkulturerbe aufnehmen.
    Mal sehn wie der Antrag begründet wird ?


    Gruß aus der Kurpfalz

    Bernhard

    " Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung !"

    (Heinrich Heine)


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    AutorHenn8ing8 K.8, Dortmund / NRW842105
    Datum14.08.2018 19:581103 x gelesen
    Geschrieben von Hans-Joachim Z.Und wie kommt die gute Frau auf das schmale Brett, daß es sich um ein deutsches System handele?

    Es geht um das deutsche System, nicht um die Aussage dass das System zwangsläufig deutsch sein müsse.

    So wie der rheinische Karneval auf der Liste steht ohne damit die Behauptung aufzustellen, Karneval wäre eine rein rheinische Sache.

    Zur Abgrenzung von nicht-deutschen-FF-Systemen taugen vielleicht so Traditionen wie "ohne Helm bist du nicht versichert!", "wenn nicht .... dann treten wir alle aus!" usw. usf.

    *Helmsuch*

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    AutorHans8-Jo8ach8im 8Z., Berlin / Berlin842106
    Datum14.08.2018 20:081165 x gelesen
    Geschrieben von Bernhard D.Ob es sich um ein rein deutsches System handelt ? Das System " Freiwillige Feuerwehr " wurde zumindest so um/ab 1840 im deutschsprachigen Raum mehr oder weniger erfunden.


    Das System wurde mehr oder weniger aus den USA kopiert.

    Die erste freiwillige Feuerwehr der heutigen Zeiten war "The Union Fire Company" in Philadelphia, 1736. Die Idee stammte von einem gewissen Herrn Benjamin Franklin, der auch sonst noch einige gute Ideen hatte.

    Man muß allerdings hinzufügen, daß auch Benjamin Franklin die Freiwillige Feuerwehr nur wiedererfunden hat. Und die Collegiati gab es immerhin auch in einigen Städten im heute deutschsprachigen Raum.


    Hans-Joachim

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    AutorJürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg842107
    Datum14.08.2018 22:001025 x gelesen
    hallo,

    egal wer als Erster damit angefangen hat - in Deutschland ist in Sachen "Freiwilliger Feuerwehr" weltweit führend. Ok - neben Österreich und der Schweiz.

    Zumindest bei der Quantität der Freiwilligen Feuerwehren haben wir weltweit die Nase vorne.

    (ok - die Qualität sieht aber auch gut aus ;-)

    MkG Jürgen Mayer, Weinstadt

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    AutorHans8-Jo8ach8im 8Z., Berlin / Berlin842108
    Datum14.08.2018 23:071018 x gelesen
    Geschrieben von Jürgen M.egal wer als Erster damit angefangen hat

    Ich finde das hochinteressant ... zum Beispiel deshalb, weil es vor 1800 Jahren die gleichen Probleme mit der Nachwuchsgewinnung für die Freiwilligen Feuerwehren gegeben zu haben scheint, samt Anreizsystemen: Septimius Severus hat die Freiwilligen Feuerwehrleute von Steuern befreit.


    Geschrieben von Jürgen M.in Deutschland ist in Sachen "Freiwilliger Feuerwehr" weltweit führend. Ok - neben Österreich und der Schweiz.

    Beim Anteil der Freiwilligen unter den Feuerwehren ist Chile führend.

    Beim Anteil der Freiwilligen Feuerwehrleute an der Bevölkerung müßten das ... aus der Erinnerung, bin gerade zu faul zum Nachsehen: Österreich und die Schweiz sein mit einigem Abstand.


    Geschrieben von Jürgen M.Zumindest bei der Quantität der Freiwilligen Feuerwehren haben wir weltweit die Nase vorne.

    Der DFV zählte 22690 Freiwillige Feuerwehren im Jahr 2015. Die NFPA zählte im gleichen Jahr 19726 all volunteer departments, und 5421 mostly volunteer. (In den USA kommt es häufiger vor, daß einige FA fest angestellt werden, um den Erstangreifer im Tagesalarm unter der Woche zu bemannen.)

    Aber Recht hast Du bei der Zahl der Freiwilligen: Deutschland 996688 laut DFV, USA 814850 laut NFPA, 2015.



    Hans-Joachim

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    AutorThom8as 8M., Menden/ Sauerland / NRW842109
    Datum14.08.2018 23:47   1216 x gelesen
    Geschrieben von Hans-Joachim Z.Ich finde das hochinteressant ...

    Ich nicht mal im Ansatz, allerdings ist für mich die FW auch "nur" ein Mittel zum Zweck, ein Werkzeug für das man sich begeistern kann aber um das man keine "Religion" konstruieren muß.

    Es ist mir also egal wer - wann - wo die 1. FF gegründet hat, selbst jeglicher Orden oder Urkunde ist für mich wertlos solange sie keinen positiven Einfluss auf unseren Einsatz hat.

    "Ich leiste mir den Luxus einer eigenen Meinung"
    frei n.Bmark

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    AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg842111
    Datum15.08.2018 10:27816 x gelesen
    Guten Tag

    Geschrieben von Hans-Joachim Z.

    Das System wurde mehr oder weniger aus den USA kopiert.

    Ob das System FF von den USA kopiert wurde oder ob unter ähnlichen gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen im damals deutschsprechenden Raum zeitgleich die FF " erfunden " wurden, müßte unter diesem interessanten Aspekt noch erforscht werden; habe auf die Schnelle hierzu keine Quelle gefunden. ( Das Telefon wurde ja auch zeitgleich in USA und Deutschland erfunden ;-))) ).

    Die erste freiwillige Feuerwehr der heutigen Zeiten war "The Union Fire Company" in Philadelphia, 1736.

    Auch hier führen einige FFs ihre Gründungsdaten als freiwillige Löschcorps und wie sie sich immer auch nannten auf die Zeit vor 1840 zurück.


    Gruß aus der Kurpfalz

    Bernhard

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    AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg842112
    Datum15.08.2018 10:40801 x gelesen
    Guten Tag

    Geschrieben von Thomas M.

    Ich nicht mal im Ansatz,

    Der Masse der FW-Angehörigen ist das Thema Feuerwehrgeschichte egal, was ja für das technisch-taktische Wesen der Feuerwehr nachvollziehbar auch völlig irrelevant ist. Es mag aber bei den einen oder anderen geschichtsinteressierten (Nicht)Feuerwehrangehörigen doch schon Neugierte wecken.



    Gruß aus der Kurpfalz

    Bernhard

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    AutorBern8har8d D8., Schwetzingen (BaWü) / Baden-Württemberg842113
    Datum15.08.2018 12:17742 x gelesen
    Guten Tag

    Geschrieben von Henning K.

    na dann kann die UNESO uns ja direkt auf die rote Liste aufnehmen...


    In BaWü ist die Zahl der Feuerwehrangehörigen lt. dieser Meldung des IM-BaWü leicht angestiegen:

    "[...]Mich freut besonders, dass die Zahl der Feuerwehrangehörigen erneut leicht gestiegen ist, so Strobl. Im Jahr 2017 leisteten 110.958 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in den Einsatzabteilungen der Gemeindefeuerwehren ihren Dienst für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger (2016: 110.456), davon 108.724 Frauen und Männer ehrenamtlich bei einer Freiwilligen Feuerwehr (2016: 108.300). [..]"

    Soll aber nicht in allen BL so sein ?!


    Gruß aus der Kurpfalz

    Bernhard

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    AutorHans8-Jo8ach8im 8Z., Berlin / Berlin842127
    Datum15.08.2018 22:00588 x gelesen
    Geschrieben von Bernhard D.Ob das System FF von den USA kopiert wurde oder ob unter ähnlichen gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen im damals deutschsprechenden Raum

    ???

    Im Jahre 1736 gibt es keine ähnlichen gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen, es gibt auch kein Deutschland und keine Deutschen, sondern einen kümmerlichen Restbestand des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, den man aus militärischen Gründen noch ein paar Jahrzehnte beibehalten wird.

    Die gesellschaftlichen Verhältnisse könnten verschiedener kaum sein ... okay, man könnte die gesellschaftliche Position der meisten Bewohner deutscher Länder mit der von amerikanischen Sklaven vergleichen, aber zwischen Sklaverei und Leibeigenschaft gibt es durchaus Unterschiede.

    Freiwillige Feuerwehren sind ein Ausdruck des Bürgersinns. Voraussetzung ist die Existenz von Bürgern mit einem freien Willen. So etwas gibt es im Gebiet des heutigen Deutschland damals nicht, bzw. nur ausnahmsweise. "Stadtluft macht frei", aber damals wohnten nur ein paar wenige Leute in den Freien und Reichsstädten. Hamburg ca. 70000, Köln ca. 45000, um zwei besonders bedeutende zu nennen, Berlin und München waren nicht frei.

    Um 1800 herum werden dann tatsächlich viele Leibeigene zu Freien, wenn auch nicht überall (Mecklenburg ist eine Ausnahme).

    So etwas wie deutscher Bürgersinn entwickelt sich im Bereich 1820 - 1840.

    Übrigens sind diese deutschen Bürger sehr eng mit den USA verbunden. Nachdem die Befreiungskriege gegen Napoleon nicht zur erhofften Freiheit von Tyrannei geführt hatten, ist dieses erwachende Bürgertum von der Diskussion begleitet, ob es besser sei, in die USA auszuwandern oder hierzubleiben und die Verhältnisse zu ändern. In Goethes "Wilhelm Meisters Wanderjahre" findest Du diese Diskussionen protokolliert.



    Im Römischen Reich gab es Berufsfeuerwehren und Sklavenfeuerwehren, aber die Freiwilligen Feuerwehren waren Feuerwehren freier Bürger, dort dominierten Handwerker und Händler.
    Feuerwehren im Römischen Reich standen übrigens Feuerspritzen und Schläuche zur Verfügung. Nicht nur die Freiwillige Feuerwehr mußte ein zweites Mal erfunden werden, nachdem die Barbaren in Mitteleuropa all diese nützlichen Dinge vergessen hatten.



    Hans-Joachim

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    AutorFran8z-P8ete8r L8., Hilpoltstein / Franken (Bayern)842128
    Datum15.08.2018 23:18   655 x gelesen
    Hallo,

    Es muss ja nicht immer nur um nackte Gründungsjahreszahlen gehen, aber ein bisschen Feuerwehrgeschichte schadet nicht, um die eine oder andere Taktik zu verstehen oder nachzuvollziehen, warum man das schon immer so gemacht hat. Wens trotzdem interessiert, dem sei das Kompendium von Wolfgang Hirnung empfohlen
    Im (vorbeugenden) Brandschutz gibt es so die eine oder andere Vorgabe, die ihren Ursprung in der Feuerwehrgeschichte hatwas heute aber viele Planer, gerade ohne Feuerwehr-Hintergrund, nicht mehr nachvollziehen können und sich deshalb auch schwer tun, bei Abweichungen eine geeignete schutzzielorientierte Kompensation zu finden.

    Einen positiven Einfluss auf unseren Einsatz hätten viele, wenn sie die Geschichte seit ihrer Gründung mal etwas aufarbeiten würden, gerade in Bezug auf die Brandbekämpfung. Taktisch hat sich da wenig getan zwischen der Brandbekämpfung von 1661 und heute. Man karrt immer noch mit möglichst viel Pferdestärken möglichst viel Wasser heran, das man dann möglichst statisch dem Brand aus möglichst vielen möglichst kleinen Rohren entgegenspritzt. Gut, nachdem man Schläuche hatte, wurde auch von oben aus den Fenstern der Nachbargebäude gespritzt, dazu missbraucht man heute teure Rettungsgeräte. (besonders beliebt bei der Brandbekämpdung erdgeschossiger Gebäude).
    Im Endeffekt ist es gleich geblieben, ein gutes Feuer braucht immer noch seine Zeit, und wenn sich dann die Brandlast durch stetiges Aufzehren der Löschtaktik der Feuerwehr angepasst hat, dann ist der Brand auch gelöscht, alle klopfen sich ob ihrer großartigen Leistung auf die Schulter und aufgrund des Löscherfolges sind sämtliche Kritiken an der Einsatztaktik (von 1661-2018) sowie Nachbetrachtungen unerwünscht nicht mehr nötig.



    Grüßla,
    FP

    Der Beitrag stellt meine private Meinung dar und nicht die Meinung der Stellen oder Organisationen, bei denen ich beruflich oder ehrenamtlich tätig bin.

    Tue zehn Jahre lang Gutes, und niemand wird es bemerken. Eine Stunde lang Böses getan, und Ruhm ist dir gewiss. - Samurai-Weisheit

    Besucht uns unter:
    Feuerwehr Hilpoltstein
    Frühdefibrillation - Laiendefibrillation im BRK-Kreisverband Südfranken
    LFV Bayern - Fachbereich 4: Vorbeugender Brandschutz
    Informationen aus dem Fachbereich 4 VB

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    AutorThom8as 8M., Menden/ Sauerland / NRW842130
    Datum16.08.2018 00:25616 x gelesen
    Geschrieben von Franz-Peter L. Taktisch hat sich da wenig getan

    Da habe ich in meiner kurzen Zeit seit 1986 aber vollkommen andere Erfahrungen gemacht.
    Ich habe zb nach meinem Umzug in die "große Stadt" und den Eintritt in die hiesige FW 1992 freiwillig bei Null mit dem TM1/2 begonnen, denn selbst damals war der taktische und technische Unterschied zwischen 300EW und 55.000EW eklatant groß.
    Und wenn ich heute alleine mit dem Wissen von 1992 in den Einsatz gehen würde fände ich mich sehr schnell an der Kaffeemaschine wieder, dein FM/SB von 1661 würde mit Sicherheit von der Einsatzstelle verwiesen werden, denn sein Wissen wäre heute nicht nur wertlos sondern gefährlich.

    Geschrieben von Franz-Peter L.möglichst viel Pferdestärken
    Bei uns greifen sie leider zu den kleinen Motoren

    möglichst statisch () aus möglichst vielen
    Schon seit Jahren nicht mehr


    heute teure Rettungsgeräte
    Unbeteiligte Häuser und Wohnungen unter Wasser zu setzten und zu verschmutzen um statisch aus unveränderbarem Winkel auf ein Objekt auf der anderen Straßenseite zu spritzen war wohl irgendwie doof

    die Brandlast durch stetiges Aufzehren der Löschtaktik der Feuerwehr angepasst hat
    Also wir bekommen die meisten Feuer aus bevor die Brandlast abgebrannt ist, selbst ein Dachstuhlbrand, in meiner Anfangszeit so gut wie unlöschbar, ist heute nicht mehr zwingend ein Totalverlust.

    Kritiken an der Einsatztaktik sowie Nachbetrachtungen unerwünscht nicht mehr nötig.
    Nachbesprechnungen sind bei uns nicht nur erwünscht sondern fester Bestandteil jeder Übung und nach jedem "größerem" Einsatz obligatorisch...und da wird nicht nur auf die Schulter geklopft, ab und an folgt auch noch das ein oder andere 4-Augen Gespräch hinter verschlossener Tür.

    "Ich leiste mir den Luxus einer eigenen Meinung"
    frei n.Bmark

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     14.08.2018 08:04 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
     14.08.2018 08:09 Henn7ing7 K.7, Dortmund
     14.08.2018 08:25 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
     15.08.2018 12:17 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
     14.08.2018 08:18 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
     14.08.2018 09:02 Seba7sti7an 7K., Grafschaft
     14.08.2018 09:38 Thom7as 7M., Menden/ Sauerland
     14.08.2018 19:29 Hans7-Jo7ach7im 7Z., Berlin
     14.08.2018 19:48 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
     14.08.2018 20:08 Hans7-Jo7ach7im 7Z., Berlin
     14.08.2018 22:00 Jürg7en 7M., Weinstadt
     14.08.2018 23:07 Hans7-Jo7ach7im 7Z., Berlin
     14.08.2018 23:47 Thom7as 7M., Menden/ Sauerland
     15.08.2018 10:40 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
     15.08.2018 23:18 Fran7z-P7ete7r L7., Hilpoltstein
     16.08.2018 00:25 Thom7as 7M., Menden/ Sauerland
     15.08.2018 10:27 Bern7har7d D7., Schwetzingen (BaWü)
     15.08.2018 22:00 Hans7-Jo7ach7im 7Z., Berlin
     14.08.2018 19:58 Henn7ing7 K.7, Dortmund
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