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| Thema | Quo vadis Feuerwehr Deutschland....[GB] Am falschen Ende gespart | 147 Beiträge | ||
| Autor | Will8em 8B., Breitenstein / Baden-Württemberg | 423306 | ||
| Datum | 24.08.2007 09:17 MSG-Nr: [ 423306 ] | 127314 x gelesen | ||
Die Punkte von Gerrit sind zum Teil gar nicht so uninteressant wie es vielen zunächst vielleicht erscheint. Sie stehen zwar noch etwas einsam in der Landschaft herum, aber wenn man sie zu einem Konzept verbindet, kann sicher etwas daraus werden. Das fängt an mit den Stichworten Regionalisierung und Hilfsfristen. Die sind schon zwingend miteinander verbunden. Sie führen nämlich zu Punkte auf der Karte (Feuerwache mit bestimmten Kapazitäten) sowie mehr oder weniger große Kreise (je nach Hilfsfrist) um diese Punkte herum. Reichen jetzt eigentlich X solcher Kreise aus um einen ganzen Landkreis zu bedienen, ist das schön. Findet man unterhalb, oder innerhalb diesen X Kreise jetzt noch viele weitere kleine Kreischen, zwingen sich doch sicher einige Fragen nach dem Sinn so vieler Standorte auf. Die Schattenspiele dürfen ruhig auch in der Sonne stattfinden. Der Nutzen gerade von Rauchmeldern, kann man wohl nicht oft genug herausstellen. Also, die Abwertung der Feuerwehrtätigkeit im Niedriglohnbereich halte ich allerdings für klaren Unsinn. Eine Differenzierung und stärkere Spezialisierung muss her. Wenn ich mal so durch Internetseiten stöbere und mir das Vorgehen bei Einsätzen ansehe, sehe ich gewaltige Unterschiede. Es gibt viele Einsätze die mit 2 Mann problemlos zu bewältigen sind, wie z.B. Türöffnungen. Große Wehren, bzw. BF’s praktizieren das auch und da kommt wahrlich kein Stress hoch. Kenne aber umgekehrt auch Situationen auf dem Land, wo aus Angst für die Tagesverfügbarkeit in solche Einsatzlagen, gleich 2 Dorfwehren alarmiert werden, und man zur Türöffnung mit 4 Fahrzeuge und 20 Mann angestürmt kommt, und alle rauscht das Adrenalin nur so durch den Adern. Hier stelle ich mir ganz andere Konzepte vor. Verstärkte schleichende Einbindung von Bundesbehörden liest sich auch schon so Negativ. Eine etwas angepasste Aufgabenverteilung (natürlich unter Einbindung der Bauhöfe, Privatfirmen und vermutlich noch einiges mehr) sollte ohne Tabus und Emotionen überlegt werden können. Und nicht Reduzierung der Feuerwehr auf Kernkompetenzen, sondern Reorganisation der Feuerwehren entlang Kernkompetenzen. Dann fahren vielleicht künftig keine mittelmäßigen Zehnkämpfer mehr mit HLF’s in der Gegend herum, sondern einige Spezialisten mit HF’s und andere Spezialisten mit den reanimierten LF’s. Herzliche Grüße aus dem "wilden Süden" | ||||
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