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ThemaQuo vadis Feuerwehr Deutschland....[GB] Am falschen Ende gespart147 Beiträge
AutorPete8r H8., Schriesheim / BW424120
Datum27.08.2007 15:32      MSG-Nr: [ 424120 ]126846 x gelesen

Geschrieben von Marc DickeyWenn jeder dieser Standorte durch eine Anzahl Ehrenamtliche unterstützt werden,welche nachfolgende Fahrzeuge besetzen, kann man von einer Abgedeckten Fläche von ca. 48 qkm pro Standort ausgehen.

Die Frage ist doch woher "die Anzahl Ehrenamtliche" kommen soll. Bei Deiner Rechenhilfe heißt dies ja im Extremfall auch dass ein Ehrenamtlicher 48 km Anfahrt zum Standort hätte. Abgesehen vom Zeitfaktor etc.: Wer macht das mit ?! Anfahrt über Landstraßen und Dörfer....schätze mal gut und gerne 30 Min. (Mal abgesehen von Kosten die einem Ehenamtlichen dadurch entstehen). Was wenn sich während der Anfahrt herausstellt dass die nachrückenden Ehrenamtlichen doch nicht benötigt werden ? Wie "abberufen" ? Wie sieht es dann mit einer möglichen Aufwandsentschädigung aus ?

Bleiben dann natürlich noch die potenziellen Ehrenamtlichen in direkter Nähe des Standortes; im Endeffekt und überspitzt esagt bekommen wir damit nichts weiter als einen Standort in einer Stadt XY mit HA und EH aus dieser Stadt und damit wieder die üblichen Probleme (Verfügbarkeit speziell am Tage usw.)

Auch bei der Kostendiskussion sehe ich ettliches ungeklärt ! Wieso sollte eine emeinde ohne Standort am Rande des Bezirks (also eben den 48 km) bereit sein den, geme4ssen am Gefahrenpotenzial, gleichen preis zu zahlen als eine in jeder Hinsicht vergleichbare Gemeinde die nur 5 km von einem solchen Standort entfernt ist und dementsprechend ihren Bürgern kürzere Hilfsfristen "bieten" kann ? Welche Gemeinde will dann überhaupt den Standort bei sich haben ? Geht dies dann auch nur wieder mit diversen Ausgleichszahlungen ? Dann sind wir aber auch ganz schnell weg von einer vagen Kosteneinsparung.

Was wenn die HA gerade einen Einsatz abwickeln und parallel bzw. zeitlich versetzt ein weiterer aufläuft ? Woher das Personal/Fahrzeuge nehmen ? Oder wird dann der nächste Standort arlamiert (wenn der in seinem "Landkreis" nicht auch gerade was laufen hat). Auch wieder überspitzt geschrieben befinden wir uns dann nicht mehr in der Diskussion um Hilfsfristen sondern eher darüber wer überhaupt noch Hilfe bekommt.

Überhaupt: Ein "Erstangriff" (mit der hier gebrachten Staffel) der 30 Minuten auf Verstärkung warten muss ist doch kein "Erstangriff" im bisherigen Sinne mehr. Dann müssen wir uns allerdings auch Fragen was die BFen "falsch" machen die zumindest zu den entsprechenden Stichworten IMMER im Zug ausrücken.

Und und und......

Kurzum: So einfach, billig, effektiv wie es sich auf dem Papier darstellen lässt dürfte es in der Realität bei weitem nicht sein und die Schlagkräftigkeit der Feuerwehr lässt dann ganz erheblich nach und es werden mit Sicherheit wieder mehr Opfer zu beklagen sein weil eben jemand nicht rechtzeitig Hilfe bekommen kann.



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