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ThemaQuo vadis Feuerwehr Deutschland....[GB] Am falschen Ende gespart147 Beiträge
AutorPete8r H8., Schriesheim / BW424347
Datum28.08.2007 09:06      MSG-Nr: [ 424347 ]126541 x gelesen

Geschrieben von Marc DickeyUnbezahlbar halte ich für übertrieben.

Wichtig ist hier auch die Frage welche Hilfsfristen man festlegt. Wieso besipielsweise Ackerflächen und Waldgebiete in der gleichen Zeit erreichen wollen wie Wohn- und Geschäftsgebiete? Jede Minute, die diese Erweitert wird, erweitert den Wirkkreis eines Standortes enorm.

Auch sollte bedacht werden, daß ingsgesamt weniger Standorte, Fahrzeuge aber auch Personal benötigt werden würden und das dies im gewissen Rahmen eine Ersparnis darstellt.

Die allerwichtigste Frage ist jedoch die nach den Alternativen...


"Unbezahlbar" nach heutigem Verständniss bzw. Bereitschaft Steuern bzw. Abgaben in der erforderlichen Höhezu bezahlen.

Nehjm ich mal, bei uns in der Ecke, den Odenwald. In den hinteren Ecken sehr viele kleine Dörfer/Gemeinden ohne besonderes Gefahrenpotenzial.

Um dort irgendwo eine Staffel zu stationieren; sprich also mind. 20 Mann zu beschäftigen bzw. zu bezahlen und die Kosten für einzelne dieser gemeinden auch so zu halten dass diese im vergleich zu jetzt auch Einsparungen oder zumindest keine Mehrkosten haben kommen wir ganz schnell zu einer ganz enormen Fläche. Die Verkehrsinfrastruktur in einem solchen Hügelland ist nun auch nicht derart gestaltet dass es sich um kurze Anfahrtswege handelt...da haben wir schon mal Hilfsfristen die im Extremfall weit von dem entfernt sind was wir noch als akzetabel betrachten. Natürlich ist dies bei einem Heuballenbrand/Wiesenbrand meinetwegen noch sowas von egal aber spätestens wenn vielleicht ein Bauernhof/Wohnhaus brennt dürfte es nicht mehr egal sein ob die ersten Maßnahmen nun nach 5 Minuten oder nach 30 Minuten eingeleitet werden. Das ist das eine.

Das nächste ist natürlich dass die Einsatzhäufigkeit trotz allem eher gering sein dürfte. Da aber die Kosten trotzdem auflaufen (das Personal will ja bezahlt werden). Gibt es dann entweder die Möglichkeit das Gebiet noch größer zu machen oder dem Personal ganz einfach "fachfremde Aufgaben" zu übertragen. Warum soll z.b. nicht eine HA Kraft einer "Landkreiswache" gleich noch ein paar Verwaltungsaufgaben machen wie diese meinetwegen auf Rathäusern gemacht werden ?! Da stellt sich dann wieder die Frage ob der umgekehrte Weg; also Verwaltungsmitarbeiter einzustellen die feuerwehrtätigkeiten machen MÜSSEN nicht doch der bessere bzw. für die Gemeinden günstigere Weg ist weil es eben für die Gemeinden von Vorteil ist wenn eine gelernte Verwaltungsfachkraft feuerwehraufgaben macht als wenn man einen Elektriker, Maurer etc. mühselig in die Verwaltungswissenschaften einarbeitet.

Immer noch ungeklärt ist dann die Frage was ist wenn die Staffel eben nicht mehr ausreicht. Nachrückende ehrenamtliche aus allen Dörfern zusammenkratzen die dann vielleicht mit einem zweiten, dritten LF nach einer tunde nachrücken ? Naja.....

Da wird auch klar dass ich trotzdem eine entsprechende Anzahl an Fahrzeugen/Gerät vorhalten muss.....wenn auch nicht ganz so viele wie jetzt. Allerdings werden diese Fahrzeuge dann auch mehr bewegt/eingesetzt und der verschleiß ist auch höher sodass wir dann nicht von heute noch üblichen Beschaffungszyklen von 25-30ig Jahren reden sondern eben von kürzeren Zyklen (Kosten) usw.

Kurzum: In einigen Regionen wird sich ein solches System rechnen (wenn es private machen und nur dann)..... für die große Fläche und damit eben häufig da wo man den bekannten Problemen mit diesem System begegnen will halte ich es für unpraktikabel und "unbezahlbar".



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