| News | Newsletter | Einsätze | Feuerwehr-Markt | Fahrzeug-Markt | Fahrzeuge | Industrie-News | BOS-Firmen | TV-Tipps | Job-Börse |
| Rubrik | Sonstiges | zurück | ||
| Thema | Technik im Gerätehaus
| 79 Beiträge | ||
| Autor | wern8er 8n., reischach / bayern | 776547 | ||
| Datum | 05.11.2013 11:58 MSG-Nr: [ 776547 ] | 21368 x gelesen | ||
Hallo Forum Ich lese hier immer wieder, welche "technischen Gimmicks" man für ein Feuerwehrhaus braucht. Manchmal habe ich aber den Verdacht (man möge mir die Äusserung meiner ganz persönlichen Meinung verzeihen), dass aufgrund der technischen Möglichkeiten, die man heutzutage hat, die Wirtschaftlichkeit vielfach ausser Acht gelassen wird. Gerade oftmals bei Feuerwehren, die << 2 Einsätze/Woche und < 1 Übungsdienst/Woche haben. Ich nehme jetzt mal beispielhaft aus Olivers Post einige Punkte, ohne dass mir das persönlich gewertet werden sollte. -Automatische Notstrom-Umschaltung, Pufferung per USV bis das Stromaggregat läuft. Wirklich erforderlich, oder reicht neben der USV für bestimmte Geräte nicht auch eine Einspeisemöglichkeit? Wird die erforderliche Wartung und Prüfung der Notstromanlage auch wirklich durchgeführt? Alarmschalter: Tore gehen hoch, Heizung wird hochgefahren, Lüftung wird aktiviert für x-Stunden, Aussentür auf Dauer-AUF. Warum gehen Tore hoch? Sind alle Fahrzeug erforderlich? Monatlicher Probealarm (bei uns in Bayern monatlich 1-mal, Samstag Mittag), wer fährt hin und macht wieder alles dicht? Wenn alle Tore offen, Fahrzeughalle schlagartig kalt (im Winter) und muß wieder komplett "hochgeheizt" werden. Welche Lüftung wird aktiviert (Abgasabsaugung wird bei uns erst aktiviert, wenn das Fahrzeug startet) und warum? Bei Alarm geht die Aussenbeleuchtung komplett an OK, erhöht auf alle Fälle die Sicherheit der anrückenden Kameraden, ließe sich vielleicht auch anders lösen (Bewegungsmelder etc.). Da bin ich nicht abgeneigt. -Zutrittskontrolle in einige Räume und ins Gerätehaus mittels Fingerprint Gute und sinnvolle Alternative zur Schließanlage mittels Schlüssel. Alternative evtl. Transponder. Keine Alternative Zahlenschloss, da bei Austritt eines Mitglieds zuwenig flexibel. -"Feierabend-Schalter": Dieser fährt die Heizung herunter, die Lüftung aus (in Abhängigkeit von Hygrometer), die Tore hinunter, schließt die Tür ab (wenn auf "Dauer-AUF"), schließt gekippte Fenster in den Umkleiden, Schaltet Licht im Garten, Zusatzstrahler, Lautsprecher im Schulungsraum usw. aus. Nice to have, aber Frage: Wozu gekippte Fenster, wenn ihr eine Lüftungsanlage habt? Rein energietechnisch ist das kontraproduktiv. -Die Duschen/Wasserleitungen werden in festen Intervallen gesteuert von der GLT gespült um der Bildung von Legionellen vorzubeugen. Leginonellen benötigen eine gewisse Wassertemperatur (>25°C) um "entstehen" zu können (bitte um Korrektur, falls ich falsch liege). Wenn ich kein ständig warmes Wasser habe, ist auch die Legionellengefahr sehr gering. Wir haben im Gerätehaus an jeder Zapfstelle Kaltwasser, und machen das Warmwasser (das nicht an allen Zapfstellen im Feuerwehrhaus erforderlich ist) mit dezentralen elektrischen Durchlauferhitzern (Heizung bei uns als Ölheizung). Damit wird erstens nur dann Wasser warmgemacht, wenn es auch erforderlich ist (Wieviel ltr. warmes Wasser werden in einem Feuerwehrhaus wirklich täglich benötigt?) und ich habe eine wesentlich gerngere Gefahr von Legionellen, da die Temperatur nicht dauerhaft über 25°C ist. Ausserdem halte ich das Brauchwasser nicht ständig warm, d.h. im Sommer verbrauche ich 0,00 Energie wenn kein warmes Wasser gebraucht wird. Auf der anderen Seite wird dann an verschiedenen Dingen wieder gespart. So kenne ich noch Gerätehäuser, in denen es nicht mal einen vernünfitgen Platz gibt, um verschmutzte Gerätschaften zu reinigen und wo dieses Wasch-/Reingungswasser dann entsprechend umweltschonend (Ölabscheider etc.) entsorgt wird. Oder verschmutztes Ölbindemittel kommt dann in die Hausmülltonne, weil man keine ordnungsgemäße Möglichkeit hat, ölhaltige Abfälle zu entsorgen (z. B. bei uns die "rote Tonne". Nur zwei Beispiele. Diese Liste liese sich noch ein wenig fortsetzen. Viele der angesprochenen Dinge können bei Feuerwehren mit hoher Einsatzfrequenz durchaus Sinn machen, oft habe ich aber den Eindruck dass auch bei den "Feuerwehrexperten" in eigenen Reihen das technisch Machbare höher angesehen wird, als das wirtschaftlich und technisch sinnvolle. Und oft wird auch nicht bedacht, dass ein Feuerwehrhaus auch funktionieren soll, wenns aussenrum mal wieder ganz schön mistig ist. Nichts für ungut! mkg WErner | ||||
| << [Master] | antworten | >> | ||
| flache Ansicht | Beitrag merken | alle Beiträge als gelesen markieren | ||
| ||||
|