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RubrikÖffentlichkeitsarbeit zurück
Themajetzt im TV: W wie Wissen3 Beiträge
AutorLars8 T.8, Oerel / Niedersachsen761349
Datum05.05.2013 17:05      MSG-Nr: [ 761349 ]2399 x gelesen
Infos:
  • 05.05.13 Mediathek: W wie Wissen: Was tun, wenn die Hütte brennt?
  • 05.05.13 W wie Wissen: Was tun, wenn die Hütte brennt?

  • Geschrieben von W wie Wissen
    Was tun, wenn die Hütte brennt?

    Ein paar Funken, ein Kurzschluss oder eine umgefallene Kerze - und die Wohnung brennt lichterloh. Ein Alptraum, aber leider alltäglich in deutschen Wohnzimmern. Alle zwei Minuten wird in Deutschland ein Brand gemeldet. Fast 400 Menschen sterben jährlich an den Folgen von Feuer. Pro Jahr vernichten Flammen Sachwerte von mehreren Milliarden Euro. Wohnungsbrände effektiv zu bekämpfen, stellt Feuerwehrleute vor große Herausforderungen, denn jeder Brand verhält sich anders.

    Feuer und Flamme: Training für den Ernstfall
    An der Internationalen Feuerwehrschule IFA in Balsthal im Schweizer Kanton Solothurn trainieren Feuerwehrleute für den Ernstfall. Auf einem ehemaligen Industriegelände steht eine der größten Brandsimulations-Anlagen Europas. An fast jeder Ecke des 40.000 Quadratmeter großen Areals brennt und raucht es, Löschfahrzeuge fahren über den Hof, Einsatzkräfte aus der gesamten Schweiz, aber auch aus Deutschland üben Retten, Bergen, Löschen. Doch die Gefahren und die Folgen von Wohnungsbränden könnten deutlich verringert werden, wenn einige einfache Regeln berücksichtigt würden.


    Fettbrand: Heimtücke am Herd
    Ein besonders eindrucksvolles Szenario, nicht nur für Feuerwehrleute: der Fettbrand in der Küche. Für Feuerexperten ist ein solcher Brand leicht in den Griff zu bekommen. Doch zu Hause kann er zur tückischen Gefahr werden. Denn wer etwa versucht, brennendes Öl in der Pfanne mit Wasser zu löschen, löst damit eine gewaltige Fettexplosion aus. "Das Fett erhitzt sich und brennt selbständig ab. Wenn ich jetzt mit Wasser reingehe - das Wasser ist schwerer als Öl - verdampft das Wasser schlagartig. Ich habe ein x-faches Volumen und das Ganze schlägt dann am Dampfabzug an und von da direkt ins Gesicht des Betroffenen", erklärt Ausbildungsleiter Markus Vogt das brandgefährliche Szenario.

    Innerhalb weniger Sekunden steht die gesamte Küche in Flammen. Löschen können jetzt nur noch die Profis. Küchenbrand, Schlafzimmerbrand, Kellerbrand, all das kann im "Pyrodrom" - einem einzigartigen Feuerlabor simuliert werden - (fast) unter Realbedingungen.

    Lebensretter: Rauchmelder
    Doch ein Brand muss nicht unbedingt aus einer offenen Flamme entstehen. Zur Zündquelle kann jeder Gegenstand werden, der Wärmeenergie abgibt: Bügeleisen, Wäschetrockner oder Elektrogeräte, die im "Stand-by-Betrieb" laufen. Wie schnell sich die Flammen ausbreiten, kommt auf die Materialien an. Von einem Schwelbrand bis zur Ausbreitung dauert es durchschnittlich neun Minuten. Nicht viel Zeit, um richtig zu handeln. Doch gefährlich bei einem Wohnungsbrand ist nicht nur das Feuer - sondern vor allem der Rauch, der dabei entsteht. Zwei bis drei Atemzüge genügen für eine Rauchvergiftung. "In der Schlafphase vom Rauch überrascht zu werden, heißt: Ich werde nicht automatisch wach und kann reagieren, sondern der Mensch fällt vom Schlaf in die Bewusstlosigkeit", weiß Markus Vogt von der IFA.

    Um nicht im Schlaf vom Feuer überrascht zu werden, sollten auch Privatwohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sein, vor allem im Schlafzimmer. In der Schweiz sind Rauchmelder gesetzlich nicht vorgeschrieben und auch in Deutschland nur in manchen Bundesländern. Aber sie können Leben retten und schwere Rauchvergiftungen verhindern.

    Horror-Szenario: Flammenwalze
    Doch der Rauch hat noch einen anderen Effekt, einen sehr dramatischen. Ist das Feuer in einem Raum eingesperrt, sammeln sich die Rauchgase an der Decke. Wird es zu heiß, zünden sie explosionsartig durch. Der gesamte Raum wird von einer Flammenwalze überrollt - "Flashover" sagen Feuerwehrleute dazu.

    Feuer ist und bleibt eine unberechenbare Gefahr. Doch wer ein paar Dinge über das Verhalten der Flammen weiß, kann manchen Alptraum verhindern.


    Gruß
    Lars

    "Nutze Deine Fähigkeiten, beschränke Dich nicht auf Zuständigkeiten. "
    J. Dalhoff

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    Natürlich gebe ich hier nur meine eigene, persönliche Meinung wieder.
    Wer meint, meine Worte irgendwo drucken oder zitieren zu müssen, möge mich vorher fragen.

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     05.05.2013 17:05 Lars7 T.7, Oerel
     05.05.2013 18:23 Jürg7en 7M., Weinstadt
     06.05.2013 18:02 Magn7us 7H., Pöttmes

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