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RubrikRecht + Feuerwehr zurück
ThemaFeuerwehr liegt mit Falschparkern im Clinch40 Beiträge
AutorJürg8en 8M., Weinstadt / Baden-Württemberg842812
Datum15.09.2018 07:53      MSG-Nr: [ 842812 ]7903 x gelesen

hallo,

komisches Verständnis der Anwohner :-()

Feuerwehr liegt mit Falschparkern im Clinch

Weil sie Strafzettel verteilen ließ, werfen Anwohner der Wehr pingeliges Verhalten vor und wollen künftig nicht mehr spenden

Dicke Luft in Hacklberg, Feuerwehr und Falschparker sind aneinander geraten. Die angespannte Parksituation rund ums Feuerwehrhaus hat nämlich schon zu Strafzetteln geführt.

In einem Offenen Brief bittet die Feuerwehr Hacklberg nun um Verständnis dafür, dass sie illegal abgestellte Autos nicht mehr dulden kann. Jede Verzögerung durch Falschparker gefährdet oder kostet gar Menschenleben, macht die Vorstandschaft deutlich.

Diesem ungewöhnlichen Schritt geht einiger Ärger voraus, der in bösen Briefen gipfelte. Ein Anwohner der Stephanstraße findet das Vorgehen der Florianijünger nicht angemessen gegenüber Nachbarn. Weiter geht ein Hacklberger aus der Laurentiusstraße. Er findet die Feuerwehr pingelig und verbittet sich ab sofort jede Bettelei, sei es zu Weihnachten oder sonstigem Anlass.

Darum gehts: Das Hacklberger Feuerwehrhaus liegt ziemlich zentral, die Filiale der Sparkasse und der Kindergarten St. Konrad sind Nachbarn mit viel Kommen und Gehen. An den Stoßzeiten weicht man dann gerne auf die Parkplätze der Feuerwehr aus, die eigentlich den Einsatzkräften vorbehalten sind. Für die Oma, die ihr Enkelkind vom Kindergarten abholen will oder den Berufstätigen, der auf dem Weg in die Stadt noch schnell zum Geldabheben dort parkt, ist das keine große Sache. ,Sind ja nur fünf Minuten. Für uns von der Feuerwehr hat sich mit der Zeit allerdings der Ausspruch von Kurt Tucholsky bewahrheitet: Viele Wenig sind ein Viel. Für uns zu viel, schreiben die drei Führungskräfte Florian Maier, Dr. Achim Dilling (1. und 2. Vorsitzender) und Wolfgang Tischler (Kommandant) in dem Offenen Brief, den sie jetzt an die PNP geschickt haben.

Das Führungs-Trio sieht sich gezwungen, diesen ungewöhnlichen Weg zu gehen, weil sanftere Methoden bislang nichts gefruchtet hätten und es sich zu Unrecht angefeindet sieht.

In einem ersten Schritt seien die Parkflächen deutlicher gekennzeichnet worden. Ohne Erfolg. Wir haben versucht, durch persönliche Ansprachen zu sensibilisieren. Es hat nichts genutzt. Wir haben den Fahrzeughaltern freundliche Hinweiszettel unter die Windschutzscheibe geklemmt. Es hat nichts genutzt, blicken die drei Feuerwehr-Chefs enttäuscht zurück.

Sie hätten sich schließlich nicht mehr anders zu helfen gewusst, als das Falschparken der Ordnungsbehörde zu melden, also dem Rathaus. Das schickte prompt den Verkehrsüberwachungsdienst vorbei, der Strafzettel an die Windschutzscheiben klemmte.

Als Folge erntete die Feuerwehr vereinzelte, empörte Briefe. In einem heißt es: Wenn die Feuerwehr so pingelig ist, sich die Zeit zu nehmen und hinstellt, ein Foto macht, sich dann versteckt und wartet, bis meine Frau wieder wegfährt, um die genaue Parkzeit festzustellen, können wir auch pingelig sein... Und: Wegen 4 Minuten 15 Euro zahlen, lächerlicher geht es nicht mehr.

Maier, Dilling und Tischler wollen das so nicht stehen lassen: Wir nehmen das zum Anlass, den empörten Briefschreibern noch einmal zu sagen, um was es uns geht und um was nicht, schreiben sie. Es geht uns nicht darum, irgendjemandem eins reinzuwürgen. Wir sind keine Pedanten, die Falschparkern in der Hoffnung auf irgendeine Art Lustgewinn auflauern oder nachstellen.

Wir sind die Feuerwehr. Es geht uns um die Erfüllung unseres Auftrags: Bergen, Retten, Löschen. Vielleicht werden wir zu einem kritischen Wohnungsbrand gerufen. Wissend, dass die Erträglichkeitsgrenze für einen Menschen im Brandrauch bei nur 13 Minuten liegt. Danach verliert er das Bewusstsein. Für eine erfolgreiche Reanimation bleiben dann nur noch weitere vier Minuten. Oder vielleicht werden wir zur Öffnung einer verschlossenen Tür gerufen, hinter der ein Mensch mit Herzstillstand liegt. Wissend, dass die Erfolgschancen diesen Menschen zu retten, nach drei Minuten bei 75 Prozent, nach zehn Minuten nur noch bei 5 Prozent liegen.

Die drei würden sich sehr freuen, wenn die Briefeschreiber ihr Verhalten vor diesem Hintergrund noch einmal durchdenken und betonen ihre soziale Selbstverpflichtung: Wir helfen jedem, wenn er uns braucht auch grantelnden Falschparkern, die uns demnächst zur Weihnachtszeit die Tür vor der Nase zuschlagen.

PNP-Bericht (Von Franz Danninger) vom 13.09.2018
hier: Feuerwehr Hacklberg.


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MkG Jürgen Mayer, Weinstadt

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